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Offiziell kam das Christentum nach Kiewer Rus auf Initiative des Großfürsten Volodymyr Sviatoslavovitsch Ende des 10. Jh., doch bekannt ist, daß die Kiewer Oberschicht, so z. B. der Fürst Askold und die Fürstin Olga, schon früher hatten sich taufen lassen. Die Chronik bestätigte, daß bereits Mitte des 10. Jh. eine Ilja-Holzkirche am Podil funktionierte und Ende des 10. Jh. hat Volodymyr die erste Steinkirche - Dessjatynna – gebaut. Die Kirche wurde 1240 von Mongolen vernichtet.

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Bis heute erhebt sich aber das altrussische Hauptheiligtum Hagia Sophia von Kiew oder noch Sophienkathedrale, am Sophienplatz. Bis zum 11. Jh. war an Stelle des Sophienplatzes (Sofiyska Plostscha) ein Feld außerhalb der Stadt. Wie die Chronik berichtet, legte der Großfürst Jaroslav der Weise im Jahre 1037 (oder bereits 1017) anläßlich eines Sieges über Petschenegen, so hießen die Nomaden, die damals Kiew erobern wollten, den Grundstein für die Sophienkathedrale. Die Benennung der Kathedrale geht auf das griechische Wort Hagia Sophia, Heilige Weisheit, zurück.

Die Sophienkathedrale (Soflyskyi Sobor) war die Hauptkirche Kiewer Rus und bildete in jener Zeit den gesellschaftlichen und kulturellen Schwerpunkt des Staates. Hier wurden die Großfürsten gekrönt, hier wurden die ausländischen Botschafter empfangen. Bei der Kathedrale entstand eine engagierte Gruppe, die damals die Rolle der Akademie übernahm, hier hat man Übersetzungen, Abschreibungen und Erweiterungen von ausländischen Büchern durchgeführt, hier arbeiteten die Chronisten, hier schrieb man die ersten altrussischen Literaturwerke und funktionierte eine Schule. Bis heute suchen die Forscher die berühmte Bibliothek, die Jaroslav gehörte und schon im Mittelalter spurlos verschwand.

In ihrer neunhundert Jahre langen Geschichte erlebte die Kathedrale feindliche Überfälle, Plünderungen, teilweise Zerstörungen, Renovierungen und Umbauten. Im 17. und 18. Jh. so auch im 19. Jh. entstand um die Kathedrale der gesamte Klosterkomplex, ein Meisterwerk des ukrainischen Barocks. Es wurden der Glockenturm, das Metropolitenhaus, das Priesterseminar, das Refektorium, das Wohngebäude für Klosterbrüder, das Westtor (Brama Saborovskogo), die Bäckerei und das Südtor sowie die Steinmauer errichtet. In der äußeren Gestaltung erhielt die Kathedrale wesentliche Züge des ukrainischen Barocks. An der Kathedrale wurde auch später gearbeitet: das Gebäude wurde von außen durch mächtige Strebepfeiler befestigt, die Fassaden wurden mit Aufsatzgiebeln und Stuckornamenten verziert. Click to view the new image

Die seit 1934 unter Denkmalschutz stehende Sophia von Kiew wurde 1994 zum Nationaldenkmal erklärt. Im Jahre 1987 wurde Kathedrale als unikaie architektonische und monumentale Kunstschöpfung aus dem 11. Jh von Weltbedeutung, die Restaurierungsarbeiten und das ganze Schöngebiet mit Europas Goldmedaille für die Erhaltung historischer Denkmäler ausgezeichnet. Seit 1990 steht sie auf der UNESCO-Liste des «Weltkulturerbes der Menschheit».

Zu dieser Liste gehört auch eines der ältesten orthodoxen Kloster der Kiewer Rus - Sviato-Uspenska Kiewo-Petscherska Lawra, das Mitte des 11 Jh. vom Mönch Antonius in den Höhlen (auf altrussisch Pestschery) am hügeligen rechten Ufer des Dnipro nicht weit von der Fürstenresidenz im Dorf Berestowe, gegründet wurde. Als größtes und einflußreichstes Männerkloster erhielte es den Lawra Titel, der aber nur 1688 offiziell bestätigt wurde.

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Die Hauptkirche des Klosters war die Großkirche - Mariä-Himmelfahrtskathedrale (Sobor Uspinnia Boshoji Materi), der erste Steinbau der Lawra, die 1073/78 auf Initiative vom Antonius und Theodosius und dem Fürst Sviatoslav Isiaslavovitsch errichtete (1089 eingeweihte) und im 18 jh im ukrainischen Barockstil von neuem ausgestaltete Mariä-Himmelfahrtskathedrale (Uspenskyi Sobor). Hier befand sich die bekannteste Fürsten- und Magnatenfamilien- und Oberklerusgruft, hier wurden die Sakristei, Bibliothek und Sammlungen von Schätzen und Kulturkostbarkelten aufbewahrt. Am 3. November 1941 während der Naziokkupation wurde die Kathedrale in die Luft gesprengt. 1999 bis 2000 ist Mariä-Himmelfahrtskathedrale wiederaufgebaut.

Auf dem Gelände der Oberen Lawra befinden sich noch wunderschöne Baukunstwerke aus dem 17. und 18. Jh. - die Zellen der Klosterältesten, das Kovnirgebäude (Kovnirskyi Korpus) (die ehem. Bäckerei und Hostienbäckerei, Buchladen und Zellen), benannt nach ihrem Baumeister Kovnir, das Refektorium mit Nikolaikirche des ehem. Spitalklosters der Lawra (12. Jh. gegründet), Allerheiligen-Torkirche, die Mariä Himmelfahrt Kathedrale, Großer Glockenturm der Lawra (1731/44), so auch Festungstürme. Die Baugeschichte der Lawrasdruckerei (1615) die 18. und 19. Jh. errichtet wurde, widerspiegelt sich an der Außenseite der Baus. Click to view the new image

Die majestätischen Refektoriumsgebäude mit der St. Antonius-und-St. Theodosiuskirche wurden 1895 im russisch-bysantischen Stil nach Entwurf von V. Nikolaiev errichtet, 1910 bekam die Kirche ihre Innenausstattung, die Maler l. Jishakevitsch, A. Lakov und G. Popov unter der Leitung des Architektenakademikers 0. Stschussew gefertigt haben.

Vom Aussichtsplatz am Gebäude der ehem. Malerschule (19. Jh.) erschließt sich dem Besucher ein imposantes Bild der Unteren Lawra. Bei den Nahen Höhlen steht die dreikuppelige Kreuzer-höhungs-Kirche b(Chrestovosdwyshenska Tzerkwa) (1700/04 errichtet) in der für jene Zeit typischen Barockform. In ihrer Innenausstattung blieb die holzgeschnitzte vergoldete Ikonostase (1769) und die Malerei aus dem 18. und 19. Jh. erhalten. Im Bauensemble der Unteren Lawra zeichneten sich zwei imposante Glockentürme aus: der Glockenturm auf den Nahen Höhlen, errichtet 1759/86 von S. Kovnir und der elegante Glockenturm auf den Fernen Höhlen (1761 von l. Grygorovitsch-Barskyi, Baumeister S. Kovnir). Bemerkenswert ist auch die siebenkuppelige Mariä-Geburts-Kirche (Tzerkwa Risdwa Bogorodytzy) aus dem 17 Jh., z.Z. die Akademie-Kirche. Links am Galerieausgang steht die einkupplige Kirche zu Annas Empfängnis (Tzerkwa Satschattyia Sviatoyi Anny), die 1679 errichtet und 1811 mit Innendekor von Maler l. Kwiatkovskyi rekonstruiert wurde.

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Hauptheiligtum der Lawra sind die unterirdischen Labyrinthe von den Nahen und Fernen Höhlen. Ursprünglich waren sie Orte des Wirkens und der Gebete der Mönche, später wurden sie zu Begräbnisstätten verwandelt. Die Labyrinthe stellen ein kompliziertes System unterirdischer 2 bis 2,5 m hoher und 1,5 breiter Gänge dar, die durch trockenen Lossgrund führen und wo immer stabile Naturlüftung mit Temperatur um 100-120 G herrscht. Solche Bedingungen sind bei der Mumienbildung besonders günstig. Etwa 600 m der Höhlengalerien wurden entdeckt und erforscht. In den Nischen sind Särge mit Reliquien der Klosterältesten der Lawra aufgestellt, darunter die der bekannten Persönlichkeiten der Kiewer Rus: Klostergründer Antonius, Nestor, Literat und Chronik, Symon und Polykarp, die Verfasser der bekannten historisch-biographischen Sammlung des Heiligenlebens von Mönchen des «Kiewo-Petscherskyi Patenkon» aus dem 13 Jh, der altrussische Maler Alipn und die Ärzte Ahapit und Damianus, llja Murometz, Held der Volkssagen, Nikolai der Frömmler und viele andere. Bekannt ist auch der oberirdische Klosterfriedhof, wo Staatsfunktionäre, Wissenschaftler, Mönche und Kulturschaffende bestattet sind.

Auf dem Territorium des Denkmalschutzgebietes werden die einmaligen Sammlungen ausgestellt. Hier sind auch einige große Museen beheimatet. Museum für Buch und Buchdruckerkunst, Museum für historische Kostbarkeiten, Museum für ukrainische dekorative Volkskunst sowie Museum für Theater, Musik- und Filmkunst der Ukraine.

Eine der weltbekanntesten Heiligen Statten lockt nach wie vor Tausende von Wallfahrern und Touristen an.

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Hinter den Erdwallen der alten Petscherska Festung aus dem 17. Jh., nahe von Wirtschafstor verbirgt sich eine kleine altrussische Erlöserkirche zu Berestowe (Tzerkwa Spasa na Berestowi), deren Name auf den Großfürstensitz, umgeben von einen Birkenwald zurückzuführen ist. Die alte Chronik erzählt, daß hier 1015 in seinem Palast der Kiewer Großfürst Volodymyr Sviatoslavovytsch verschied, der zu Ende des 10 jh die Rus taufen ließ. Zum erstenmal im Jahre 1072 erschien die Bezeichnung der Erlöserkirche, 1096 zerstörten sie die Polowetz-Nomaden. Die auf Geheiß von Volodymyr Monomach zwischen 1113/25 errichtete Kirche galt als Hauptkultstätte des Erlöser-und-Verklärungs-Klosters (Spaso-Preobrashenskyi Monastyr) und wurde 1240 von Mongolenhorden Khans Batu vernichtet. Vom ursprünglichen Bauwerk ist nur die westliche Vorhalle, sog. Narthex, erhaltengeblieben. Die bei den Ausgrabungen zum Vorschein gekommenen Fundamente des alten Gebäudes sind auf der Bodenoberfläche bezeichnet. Ursprünglich stellte die Kirche einen dreischiffigen Kreuzkuppelbau mit drei Kuppelabschlussen dar, errichtet in für 12 Jh. typischer Mauertechnik, mit Ziegelornament und Mäandergesimsstreifen. 1640/43 wurde die Kirche laut Auftrag des Metropoliten Petro Mogyla wiederaufgebaut und von griechischen Meistern bemalt, vom Ende 17. Jh bis Mitte 18. Jh erhielt die alte Vorhalle (Narthex) fünfeckige Form und neue Kuppeln und so fand sie ihren für die ukrainische Kirchenarchitektur typischen fünfkuppligen Abschluß. Der 1813/14 nach einem Entwurf von Melenskyi im klassizistischen Baustil erbaute Glockenturm weist zwei Stockwerke auf.

Die Erlöser-und-Verklärungs-Kirche diente auch als Grabstätte der Familie Monomach. Hier wurden Monomachs Kinder Euphimia (1138) und Großfürst Jury Dolgorukyi (1157), sein Enkelsohn Gilb (1172) begraben. Seit 1947 steht hier zu Ehren der Achthundertjahrfeier Moskaus ein symbolischer Steinsarg von Jury Dolgorukyi. Die Erlöserkirche zu Berestowe gehört zum Kiewo-Petscherskyi Denkmaischutzgebiet. Am Sonntag, wie früher, wird hier Gottesdienst abgehalten.

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Michaels-Goldkuppel-Kloster zusammen mit den Hagia Sophia bilden ein einmaliges Bild vom historischen Teil der Altstadt. Die Fläche, die das Kloster heute umfaßt, wurde schon seit Mitte des 11. jh. als Lehnkloster der Fürstenfamilie Isjaslavitschi bekannt. Fürst Isjaslav Dimitri, der Sohn des Großfürsten Jaroslav dem Weisen, hat 1062 St. Dimitrikloster mit gleichnamiger Kirche zu Ehren seiner Himmelgönner Dimitri von Saloniki gebaut.

Zwischen 1108/13 errichtete Fürst Sviatopolk Michail nicht weit von St. Dimitrikloster eine neue Kirche namens Erzengel Michael, die wurde als Golddach-Kirche benannt und entwickelte sich später zum Zentrum des gleichnamigen Klosters. Wie alle andere altrussische Kirchen wurde es mit Fresken und Mosaiken reizvoll geschmückt, hat einen Boden aus der eingelegten Keramik und Schiefhalten. Während der Mongoleninvasion wurden alle Gebäude, ausgenommen der Michaelskathedrale, zerstört. Später wurde das Michaelskloster wiederaufgebaut. Besonders wichtig war die Rolle des Klosters im 17. Jh. , weil die Sophienkathedrale zur Uniaren übergeben wurde und das Kloster wurde als orthodoxer Metropolitensitz benutzt. Damals war es eines von den mächtigsten Kiewer Klostern. Im 17. und 18. Jh. wurden hier große Bauarbeiten durchgeführt, das Kloster selbst erweitert und rekonstruiert und auf diese Weise entstand ein baukunstlerisches Ensemble im Stil des ukrainischen Barocks. So wurden ein Refektorium mit der Johann-den-Teologie-Kirche, dem Glockenturm, den Mauern, dem Wirtschafstor usw. errichtet. Mitte der Kirche entstand eine reizvolle Ikonostase, ein Geschenk von Hetman Skoropadskyi. Das Michaelskloster diente auch als Grabstätte einiger Kiewer Fürsten, der Metropoliten Iov Boretzkyi und lsaia Kopynskyi, der Vertreter der Obergeistlichkeit und anderen bekannten Personen. Im 19. und bis Anfang des 20. Jh. wurden hier auch andere Neubauten errichtet. Michaels-Goldkuppel-Kloster entwickelte sich nicht nur als die wichtigste von allen orthodoxen Heiligkeiten, viel wichtiger war, daß es nach dem Kiewer Schutzpatron benannt ist.

1934 begannen die Bauarbeiten an dem Regierungszentrum auf der oberen Terrasse des Volodymyrhügels, dessen Baukomplex wie geplant sich zum Sophiaplatz richten sollte, (damals nur die Hauptgebäude des ZK KP (b) U vollbebaut wurden) und einige einmalige altrussische Baudenkmäler wurden demontiert.

Ein Teil der Fresken und Mosaiken hat man zum Denkmalschutzgebiet «Sofia Kiewska» in Verwahrung gegeben und noch ein Teil später den Museen von Moskau und Leningrad übergeben. 1936 wurde die Kathedrale zusammen mit dem Glockenturm aus dem 18. Jh. und einigen anderen Gebäuden in die Luft gesprengt. 1997 bis 2000 wurde der Klosterkomplex wiederhergestellt. Das Klosterensemble umfaßt z.Z. restaurierte Michaels-Goldkuppel-Kathedrale mit Glockenturm, die Refektoriumgebäude mit der Johann-den-Theologie-Kirche, die 1713/15 im Stil des ukrainischen Barocks errichtet und im 19. Jh. bemalt wurde, drei Mönchzellengebäude (aus dem 19. bis Anfang des 20. Jh.), Wirtskeller (Anfang des 18. Jh.), die Hotels vom Ende des 19. bis Anfang des 20. Jh. usw. Das Glockenturm erhielt neue Glocken mit Computeruhr, die alle 15 Minuten eine ukrainische Volksmelodie (insgesamt 23) spielt. Derzeit wird an der Wiederherstellung der Innenausstattung der Kathedrale und des Clockenturms nach einem Entwurf von Tozkyi gearbeitet. Einzigartig ist die gestellte Aufgabe von Wiederherstellung von Fresken und Mosaiken aus dem 12. Jh., das sind 150 Darstellungen des Mittelraums, Wandmalerei und Ikonostase aus dem 17. und 18. Jh. Bei dem Kloster sollte ein Museum entstehen, wo die Besucher verschiedene Kunstwerke, die früher dem Kloster gehörten, besichtigen können.

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Europaischer Barockstil im Kiewer Kirchenbau ist von der Andreaskirche (Andnivska Tzerkwa), die von Rastrelli gebaut und dem Apostel Andreas Perwoswannyi geweiht, repräsentiert. Die märchenhafte Silhouette steht auf einem Berg in Kiew, hoch über dem Podil und Dnipro-Ufer. Die Kirche wurde 1747/62 nach Gebot der Kaiserin Jelisaveta gebaut, deren Monogramm die vergoldeten Giebelkartuschen schmückt. Die Kirche wurde in einem einheitlichen Ganzen mit dem Zarenpalast in Lypky errichtet. Der Schöpfer beider Entwurfe, Rastrelli, besuchte einige Male Kiew, um die Bauarbeiten zu kontrollieren. Bauleiter war der Moskauer Bauingenieur Mitschurin. Das Projekt selbst wurde aber nicht völlig verwirklicht. Es erfolgte erst während der Restaurierungsarbeiten in den Jahren 1974/87 nach Zeichnungen Rastrellis, die in der Wiener «Albertina» entdeckt wurden.

Die Kirche stellt ein lateinisch schräges Andreas-Kreuz dar, dessen Fassaden und Vorsprünge mit Pilastern und Säulen, zierlichen Linien geschwungener Kuppeln, Giebel und Kartuschen, Girlanden und Verdachungen geschmückt sind. Die vier auserlesenen kleinen Kuppeln lassen die Hauptkuppel (in Durchmesser ca. 10 m) nicht so massiv erscheinen. Die Ausdruckskraft des Gebäudes (die Gesamthöhe beträgt 60 m) wird durch einen Unterbau, Stylobaten (die Hohe beträgt 15m) betont, die durch die Gemächer des Pfarrers gebildet wird. Die Kirche ist von einer Terrasse mit Balustrade umgeben. Eine majestätische Gußeisentreppe führt hinauf zum Kircheneingang.

Die nach Zeichnungen von Rastrelli geschaffene palastähnliche Innenausstattung entspricht völlig der Stilistik der barocken Außenansicht. Der Stuckdekor, die hochrote gebogene Ikonostase voll Voluten und Kartuschen, die Predigerkanzel mit Engeln, die prächtige Maierei des Kuppelgewölbes und der Wände versetzen den Besucher in eine festliche Stimmung. Die künstlerische Gestaltung wurde von Moskauer, Petersburger und ukrainischen Meistern und Malern ausgeführt.

Heute ist die Andreaskirche ein Bestandteil des Nationalen Denkmalschutzgebiets Hagia Sophia von Kiew. Im Erdgeschoß hat die Geistliche Akademie und das Seminar Ukrainischer orthodoxer Kirche ihren Sitz.

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Die Volodymyrkathedrale, die Hauptkirche des Kiewer Patriarchats, befindet sich am Taras-Schewtschenko-Boulevard. Die Kathedrale ist dem Taufer der Rus, dem Kiewer Großfürsten Volodymyr geweiht, der wegen dieser Tat heiliggesprochen wurde. Ihr Bau entstand auf Kosten der gespendeten Mitteln und dauerte 20 Jahre. An ihrem Entwurf wirkten die Architekten Beretti, Bernhard, Sparro, Strom, Nikolaiev mit. Der Bau der Kathedrale wurde 1882 unter den Leitung von Nikolaiev fertig, aber ihre feierliche Weihe vollzog sich erst im August 1896, nach der Fertigstellung der Maiereien. In Formen des russisch-bysantischen Baustils errichtet, gilt die Kathedrale als Baudenkmal, das die altrussische Epoche und Volkstraditionen rühmt. Die Kathedrale stellt eine traditionelle altrussische Kirche mit sechs Stützpfeilern und drei Apsiden dar, gekrönt von sieben Kuppeln. Die Höhe bis zum Kreuz der Hauptkuppel beträgt 49 m. An der Tür sind Bronzefiguren der Fürstin Olga (der Bildhauer Bach) und des Fürsten Volodymyr (der Bildhauer Saleman) dargestellt.

An der Innenausstattung arbeiteten die bekannten Maler unter Leitung von Professor Prachov, Wassnetzov, Wrubel, Samyrailo, Kostenko, Kotarbynskyi, Nesterov, Svedomskyi, Pymonenko. Die emotionelle Kraft, kräftige Farben kennzeichnen die Werke von Wassnetzov, der insgesamt 3000 Quadratmeter der Wände und das Mittelschiff der Kathedrale bemalt hat. Das monumentale (10,5 m hoch) Altarbild des Gottesmutter ist der kreative Schwerpunkt des gesamten künstlerischen Ensembles der Kathedrale. Ihr bleiches Antlitz mit großen traurigen Augen ist von der Liebe erfüllt, sie kennt das zukünftige Leid und den Kreuztod ihres Kindes. Von großem Interesse sind auch historische Kompositionen vom selben Meister «Die Taufe von Volodymyr» und «Die Taufe der Kiewer Bürger».

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Kyiv war immer als multinationale Stadt bekannt und es ist kein Wunder, daß andere, nicht orthodoxe Konfessionen, eigene Kirche für sich selbst errichteten. Die in Formen mittelalterlicher Gotik gehaltene Kirche stellt ein unerwartetes und für die Kyiver Architektur äußerst eigenartiges Gebaude dar. Das ist die Römisch-Katholische Nikolaikirche, errichtet in den Jahren 1899 bis 1909 nach einem Entwurf von Wolowskyi (der Architekt Gorodetzkyi), der den Entwurf umarbeitete und den Bau leitete. Am Entwurf der komplizierten Fundament-konstruktionen wirkten der Architekt Nikolaiev, die Ingenieure Kobeliev und Strauß (Pfahlerfinder) mit. Neue moderne Baustoffe fanden auf dem Bauplatz breite Verwendung: Kunstgranit, steinharter Stuck, Stahlbeton, keramische Fliesen. Die Bildhauerarbeit stammte aus der Werkstatt des italienischen Meisters Sala, der viele Gebäude von Gorodetzkyi in Kyiv künstlerisch ausgestattet hat. Die Kirche selbst ist 62 m hoch. Von einem dreieckigen stufenförmigen Maßwerkgiebel und Spitzbogentürmen mit oktaedrischen in Grundriß pyramidenförmigen Abschlüssen gekrönt, ist sie üppig mit plastischen Schmuckformen (Blättern, Krabben, Kreuzblütern), Farbfliesen, hohen Buntglasfenstern verziert. Die Innen- und Außenausstattung stellt ein einheitliches Ganzes dar.

In den 30er Jahren d. Jh. wurden in der Kirche keine Gottesdienste abgehalten. Während des zweiten Weltkrieges wurde sie erheblich beschädigt. Nach der letzten Restaurierung 1979/80 erhielt sie ihr ursprüngliches Aussehen. Seit 1979 diente die Kirche als Haus für Orgel- und Kammermusik, und seit einiger Zeit finden hier auch Gottesdienste statt.

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Die alten Kirchen schmucken Kyiv. Sie stammen aus verschiedenen Epochen und von verschiedenen Baumeistern, aber alle zusammen repräsentieren sie gut die Kunst und Kunstneigungen dieser Zeit. Vor kurzem entstand am Kontrakt-Platz (ursprünglich Torg-Platz, altrussisch Torshystsche) eine neue Kirche, die nach altrussischen Mustern gebaut und Mariä-Himmelfahrts-Kirche (Pyrogostscha) benannt wurde. Die altrussische Chronik bestätigt, daß die Kirche von Fürst Mstysiav (der Sohn von Volodymyr Monomach) 1131 gegründet wurde und die Bauarbeiten bis 1136 dauerten. Die heutige anerkannten Version erklärt «Pyrogostscha» vom Ikonenbild abstammende Kirche, da die Türme (griech. pyrgos) des Viachernaklosters in Konstantinopel dargestellt wurden. Nach der Mongoleninvasion wurde sie als Kathedrale, wo sich die Stadturkundensammlung befand, die Stadtfeste gefeiert wurden sowie als Ehrenfriedhof bekant, wo viele bekannte Persönlichkeiten (z. B. der Architekt Grygorovitsch-Barskyi) bestattet sind.

Die Kirchengebäude wurden oft umgebaut und 1935 zerstört. Aber Ende 1980 entstand eine öffentliche Initiative für den Wiederaufbau des altrussischen Heiligtums. So hat man einen offenen Entwurfswettbewerb organisiert und 1991/98 wurde sie nach einem Entwurf im altrussischen Stil aus dem 12. Jh. als einkupplige kleine Kirche errichtet, die heute als sehr erfolgreiches Beispiel des Wiederaufbaus altrussischer Bauwerke zu schätzen ist.


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