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Die Tradition ukrainischer Museumswissenschaft stammt aus altrussischen Zeiten, als die Fürsten die Kloster, Kirchen, alte Bücher und Kunstwerke sammelten. Die bekannten und kostbaren Sammlungen gehörten auch dem Hetman der Ukraine, so z. B. die Kollektion von Masepa. Das erste Kviver Museum wurde 1836 an der St. Volodymyr Universität organisiert. Hier wurden die archäologischen Exponate gesammelt, die aufgrund von Ausgrabungen des historischen Kerns der altrussischen Stadt gefunden wurden. Zu Beginn des 20 Jh. gab es in Kyiv mehr als 20 Museen. Heute gibt es in der Stadt 50 Staatsmuseen und mehrere öffentliche Sammlungen.

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Es gibt in Kyiv ein Freilichtmuseum. In malerischer Landschaft Pyrogiv am Stadtrand erstreckt sich unter freiem Himmel die ca. 150 ha. große Exposition des Museums für Volksarchitektur und bäuerliche Bräuche der Ukraine. Das Museum wurde 1969 auf Initiative und auf Kosten der Ukrainischen Gesellschaft für Denkmalpflege gegründet. Die Exponate des Museums werden infolge der Forschung von 4000 Orten aller Gebiete der Ukraine zusammengetragen. Mehr als 300 Bauten der ukrainischen Volksarchitektur des 16. bis 20. Jh. sind zu historisch-ethnographischen Zonen der Ukraine gruppiert: Serednia Naddnipnantschyna, Pivdenna Ukraina, Poltavstschyna und Sloboshanstschyna, Polissia, Podillia, Karpaty. Jede Zone ist mit ihren Kirchen, Hütten, Schulen, Schmieden, Bienenständen, Schenken, Brunnen vertreten. Die besonderen Gruppen bestehen aus Windmühlen und Landsgebäuden von 1960/70. Das Museum ist auch ein Anziehungspunkt für viele Kyiver Bürger und Gäste der Stadt. Während des traditionellen Volksfestes, wo die Folklore-Kunstlertruppen aus allen Regionen des Landes hier ihre Kunst zeigen, lädt man zur ukrainischen nationalen Küche ein.

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The invaluable treasury of Ukrainian painting, graphic art and sculpture,Das Nationalmuseum der bildenden Künste der Ukraine, die umfangreichste Schatzkammer der ukrainischen Maierei, Graphik und Skulptur entstand aus dem Kyiver Museum für Künste, Industrie und Wissenschaft, das 1899 von der Kyiver Gesellschaft für Antiquitäten und Kunstliebhaber gebildet wurde. Das Museumsgebäude mit zwei Löwen am Haupteingang wurde in den Jahren 1897/99 im neoklassizistischen Stil vom Architekten Gorodetskyi nach einem Wettbewerbsentwurf von Boitzov erbaut. Die bildhauerische Ausführung erfolgte durch den bekannten Meister Sala. In den Jahren 1967/72 wurde es nachgebaut. Eine besondere Rolle in der Entwicklung des Museums spielte der Vorsitzende der Gesellschaft und Museumskomitees Chanenko, Archäologe, Sammler, Mäzen. Im Museum wirkten die bekannten Wissenschaftler Biliaschevskyi, Ernst, Chwoika, Stscherbakivskyi mit. 1935 entwickelten sich anhand seiner Sammlungen die heutigen Museen: das Nationalmuseum für Geschichte der Ukraine und das Nationalmuseum der bildenden Künste der Ukraine.

Die Kunstsammlungen des Museums zählen etwa 20 000 Kunstwerke. Sehenswert sind die Sammlungen der altukrainischen Kunst aus dem 12. bis 20. Jh. Ikonen- und Porträtmalerei, Graphik, Volksbilder, Holzschnitte. Besonders auffallend und vielseitig ist die Kunst aus dem 17. und 18. jh. mit ihren starken Farben und üppigen Formen, ihrer festlichen Feierlichkeit und optimistischen Weltauffassung vertreten.

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Das Gebäude auf der Terestschenkivska Straße, in dem das Museum für russische Kunst untergebracht ist, wurde 1877/84 nach einem Entwurf von Nikolaiev und Hun als Privatvilla der Familie von dem bekannten Industriellen und Mäzen Terestschenko erbaut. Es beherbergte auch die wunderschöne Sammlung der russischen Kunst, die der Familie angehörte. 1922 wurde hier eine Galerie eröffnet, seit 1936 als Museum für russische Kunst genannt, dessen erste Sammlung verstaatliche Kunstschätze einiger Familien, Terestschenko, Hansen u. a., enthielt. Die im Museum repräsentierten Malereien, Graphiken, Skulpturen, insgesamt 12.000 Kunstwerke, stellen eine der besten Kunstsammlungen der Ukraine dar. Sie ist durch wertvolle Ikonensammlung aus dem 12. bis 17. Jh., die Schöpfungen der Maler aus dem 18. bis 20. Jh. Aiwasovskyi, Antokolskyi, Argunov, Borowikovskyi, Wassnetzov, Werestschagin, Wrubel, Geh (Gay), Klodt, Kramskoi, Kustodiev, Martos, Nesterov, Polenov, Roench, Repin, Sanan, Tropinin, Faworskyi, Schischkin, Stschedrin u. a. vertreten. Das Leben und Schaffen vieler von ihnen sind mit der Ukraine und Kyiv verbunden. Hier ist der Akademiker der St. Petersburger Akademie der Künste,Click to view the new image der Porträtmaler Levitzkyi, Sohn eines hervorragenden Graveurs der Kyivo-Petscherska Lawra, geboren. Gay studierte nach der Beendigung 1847 des Kyiver Gymnasiums an der St. Volodymyr-Universität, viele Jahre wohnte er in der Ukraine und wurde im Tschernigover Gebiet bestattet. Repin, geboren in Tschuguiv (Gebiet Charkiv), besuchte vielmals die Ukraine. Hier erforschte er die Geschichte, Traditionen und die Kultur des ukrainischen Volkes, und das diente ihm als Vorlage für viele seiner Werke, darunter für das berühmte Gamälde «Die Saporisher Kosaken...» (1878/91), wo er einige bekannte historische Persönlichkeiten dargestellt hatte. Seit 1984 steht vor dem Museum sein Denkmal (von Bildhauer Komov). Breit vertreten ist im Museum auch die moderne Kunst.

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Das Nationalmuseum für Geschichte der Ukraine begann seine Tätigkeit 1899 als Kyiver künstlerisch-industrielles und wissenschaftliches Museum. 1944 bekam das Museum sein heutiges Quartier, wo sich früher die Kyiver Schule der Malerei befand. Das Gebäude wurde 1937/39 vom Architekten Karakis am Altkyivberg (Starokyivska Gora) errichtet. Das ist das größte Museum der Ukraine: zu seinen Bestanden gehören etwa 600 000 Exponate, die die Geschichte der Ukraine darstellen, angefangen von ersten Siedlungen der Urmenschen auf ihrem Territorium. Von besonderem wissenschaftlichem Wert sind die archäologischen, numismatischen, ethnographischen Sammlungen. Die archäologischen Zusammenstellungen aus den Ursiedlungen von Mesyn und Puschkariv (Gebiet Tschernigiv), aus dem Kyryllover Urmenschenstandort in Kyiv, aus der Epoche von Trypillia-, Sarubinetz- und Tscherniachiv-kulturen, aus der Zeit der Kyiver Rus sind heute weltbekannt. Historische Dokumente aus dem 16. bis 20. Jh. sind in Originalen von Universalen, Urkunden, Briefen von den Hetmanen Doroschenko, Samoilovytsch, Masepa, Skoropadskyi vertreten. Mehr als 20.000 Photos aus dem 19. und 20. Jh., Sujets, Porträts und Ansichten bieten einen eindrucksvollen Überblick über jene Epoche. Die einmalige Sammlung der angewandten Kunst und der Haushaltsartikel bietet Muster von Bekleidung, Teppichen, Stickereien, berühmte Ruschnyky (Handtüchern), Keramik, Porzellan, Fayencen, Sammlungen von Ostereiern, Werkzeug aus allen Epochen und Regionen der Ukraine. 7000 Auszeichnungen, 2000 Waffenmuster aus dem 12. des 20. Jh. fast 10.000 Kunstwerke aus dem 17. bis 20. Jh., umfassende Kollektion von Geldscheinen und andere kulturelle Kostbarkeiten des Museums ermöglichen es, zahlreiche Expositionen und Ausstellungen zu organisieren. Das Museum besorgt auch ständige Erweiterung seines Bestands mit Materialen aus der Neuesten Geschichte der Ukraine. Eine sehenswerte Exposition und Ausstellung unter freiem Himmel stellt das Gelände des Museums selbst, der Altkyivberg, der uralte Kern Kyivs dar, wo man Fragmente der Festung des «Kyis Städtchen», Fundamente der Zehntkirche (Desiatynna Tzerkwa) aus dem 10. Jh. und einiger Fürstenschlösser, die Rekonstruktion des heidnischen Götzentempels, bekannte steinerne Götzenbilder besichtigen kann. Von den Abhängen genießt man einen herrlichen Blick auf die Stadt.

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Unübertroffen ist nach ihrem historischen und künstlerischen Wert die Sammlung des Museums für historische Konstbarkeiten der Ukraine, der Filiale des Museums für Geschichte, die seit 1963 auf dem Territorium der Kylvo-Petscherska Lawra funktioniert. Es beherbergt einzigartige Kostbarkeiten des ukrainischen Volkes - Zeugnisse der materiellen Kultur aus der Urzeit bis in die Gegenwart. Das sind Kunstwerke aus Platin, Gold, Silber, Elektrum, die mit Diamanten, Rubinen, Perlen besetzt und von Kunstmeistern aus verschiedenen Epochen gefertigt sind. Darunter Meisterwerke von internationaler Bedeutung: das goldene Pektorale aus dem Grab Tovsta Mogyla aus der skythischantiken Periode (4 Jh. v. Chr.), die silberne Schale aus dem Grab Haimanova Mogyla (zweite Hälfte des 4. jh v Chr.), der berühmte goldene Kelch aus dem Melitopol-Hünengrab, altrussische Juwelierschmuckstücke aus dem 6. bis 12. Jh. und Erzeugnisse russischer und ukrainischer Juweliere aus dem 16. bis 20. Jh., eine interessante Silbersammlung der Judaika aus dem 18. bis 20. Jh., insgesamt über 130.000 Ausstellungsstücke befinden sich in der «Schatzkammer der Ukraine». Das talentvolle ukrainische Volk schuf absolut einmalige, eigenartige Kunst, deren Werke die Menschen in ihrem Alltagsleben Jahrhunderte lang umgaben. Heute nennt man deren Schöpfer Volkskünstler. Meistens geht es um Menschen, die keine Fachausbildung genoßen haben oder die Meister, die nach Traditionen der ukrainischen Volkskunst schufen.

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Das anläßlich des 1500jährigen Bestehens der Stadt Kyiv im Mai 1982 eröffnete Museum für Geschichte Kyivs fand im herrlichen Baudenkmal, dem Klovskyl-Palast aus dem 18. Jh. in Lypky (von Nejelov und Kovnir errichtet), eine würdige Unterkunft. Originelle architektonisch-künstlerische Lösungen und gloriose wissenschaftliche Konzeption kennzeichnen seine Expositionen und jede Ausstellungshalle entspricht einer ganz gewissen Epoche. Hier befinden sich etwa 200 000 Exponate, darunter kostbare Sammlungen der Archäologie, Numismatik, Ikonen, Altbücher, Postkarten, Haushalts- und Wirtschaftartikel der Kyiver Einwohner verschiedener Epochen. Hier sind auch einmalige Reliquien der Kyiver Selbstverwaltung repräsentiert, darunter das Standbild von Themis (1772) aus dem Kyiver Rathaus in Podil. Das Museum sammelte Erfahrungen bei der Arbeit mit sog. immobilen Denkmälern. So umfaßt das Museum auch das Askoldgrab, unterirdische Svirynetzkyi und Gnyletzkyi Klöster sowie das Haus des Schriftstellers Bulgakov, das Haus des Malers Svitlytzkyi, das Haus des Historikers und Politikers Gruschevskyi, Kyiver Museum Puschkins, das Museum «Kulturerbe» und andere nicht weniger interessante Gedenkstätten. Sehr bekannt ist auch die Ausstellungshalle an der Andreas-Abhangstraße.

Der Zentrale Botanische Garten der Nationalen Akademie der Wissenschaften, angelegt 1936, nimmt ein Gelände (ca. 130 ha.) der historischen Orte von Svirynetz und Vydubytschi ein. Die Sammlungen des Gartens zählen etwa 13.000 verschiedene Garten-, Frucht-, Heil-, Aroma- und Feldpflanzen. Auf deren Grundlage entstanden die botanisch-geographischen Parzellen «Krym», «Karpaten», «Fernost», «Kaukasus», «Altai und Westsibinen», «Mittelasien» usw. Nur die Sammlungen des Arboretums zählen mehr als 2.000 Pflanzenarten. Die reizvoll angelegten Monokultur-Ziergarten «Rosarium», «Fliedergarten», «Formgarten», «Lianen», «Berggarten», und unübertroffene einmalige Orchideensammlung locken viele Besucher an. Noch ein Anziehungspunkt für Tausende Einwohner Kyivs ist im Sommer der Petscherskyi Landschaftspark, der durch seine geschmackvolle Dekorierung bekannt ist.

Das Kiever Museumsangebot ist wirklich reich und vielseitig. Dazu gehören auch das Kunstmuseum «B. und V. Chanenko»; Museum für ukrainische dekorative Volkskunst; Museum für Buch und Buchdruckerkunst der Ukraine; das Staatsmuseum für Theater-, Musik- und Filmkunst der Ukraine; die Ausstellungsstätte «Literarisches Taras-Schewtschenko-Haus»; das Staatliche Taras-Schewtschenko-Museum; das Zentralmuseum für Medizin der Ukraine, Apotheke-Museum; Pädagogische Museum der Ukraine; Denkmalkomplexe «Nationalmuseum der Geschichte des Großen Vaterländisches Krieges 1941-1945»; Nationalmuseum der Literaturgeschichte der Ukraine; Nationalmuseum «Tschernobyl»; Nationalmuseum für Naturwissenschaft, Architekturdenkmal «Kyiver Festung»; Hetmanats Museum; Gedenkstätten der bekannten Kunstschaffenden der Ukraine: Lessia Ukrainka, Mychailo Starytzkyi, Panas Saksaganskyi; Einstraße-Museum (Andreas-Abhang); Museum von Ivan Gontschar und Museum-Salon von Ivan Kavaleridse; Sportsmuseum der Ukraine usw.

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